Unbefestigte Straßen, eine Kolonialkirche und Reitwege durch die Natur: die argentinische Stadt, die in der Zeit gefangen war

13. April 2026

Versteckt zwischen den riesigen Bergketten im Norden Argentiniens liegt eine kleine Stadt, die in der Vergangenheit verankert ist und von Gipfeln und Tälern isoliert gehalten wurde. Aus diesem Grund bleibt das Leben hier gemächlich und die Landschaften und Bräuche vergangener Zeiten prägen noch immer den Lebensrhythmus der Nachbarn.

El Naranjo ist eine ländliche Stadt in der Provinz Salta, umgeben von grünen Tälern und Obstbäumen, die ihr eine Atmosphäre der Gelassenheit und Abgeschiedenheit verleihen. Diese Plantagen wurden vor Jahrhunderten von den spanischen Eroberern angelegt und gediehen dank des gemäßigten Klimas, das der gesamten Stadt Farben verleiht und ihr ihren Namen gibt.

Zentraler Platz

Die Architektur von El Naranjo ist sehr traditionell, mit alten einstöckigen Häusern, historischen Lagerhäusern und unbefestigten und grasbewachsenen Straßen, die es noch authentischer machen. Das Leben dreht sich um den zentralen Platz, an dem sich die Kapelle Nuestra Señora de las Mercedes befindet, ein jesuitischer Kolonialtempel aus dem 19. Jahrhundert im Barockstil. Im Inneren befindet sich eine Holzschnitzerei von Christus, die im 18. Jahrhundert von den Ureinwohnern angefertigt wurde.

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Kapelle Unserer Lieben Frau von Mercedes und Fortín El Naranjo

An die Kirche angeschlossen ist das Historische Museum, das voller Gegenstände, Kleidung und Dokumente ist, die die lokale Geschichte von El Naranjo widerspiegeln. Es gibt auch zwei Gaucho-Festungen: El Naranjo und Agrupación 24 de Septiembre, die dafür verantwortlich sind, die kreolischen Traditionen durch kulturelle Aktivitäten am Leben zu erhalten.

Die Stadt ist ein Juwel im Landesinneren Argentiniens, aber das Unglaublichste daran ist ihre Umgebung. El Naranjo liegt in einem privilegierten Naturgebiet und ist voller Landstraßen, die über grüne Felder, Flüsse, Wasserfälle sowie landwirtschaftliche Betriebe und Viehzuchtbetriebe führen, immer mit den Bergen als Hintergrundkulisse. Aus diesem Grund nutzen Reisende die Gelegenheit zum Wandern oder Reiten, zum Genießen der Natur und zu ruhigen Spaziergängen, um vor der Rückkehr zur Arbeit neue Energie zu tanken.

Leonie Brandt
Leonie Brandt
Journalistin aus Deutschland, ich beschäftige mich mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den Veränderungen unseres Alltags. Meine Arbeit basiert auf sorgfältiger Recherche und einer sachlichen, verständlichen Aufbereitung von Informationen. Mit meinen Artikeln möchte ich Orientierung bieten und aktuelle Trends in einen klaren Zusammenhang einordnen.