Was ist Capiri, die vergessene und fast ausgestorbene mexikanische Frucht, die Wissenschaftler wieder zum Essen bringen wollen?

4. April 2026

In Mexiko gibt es Früchte, die seit Jahrhunderten Teil der Artenvielfalt sind, aber im Laufe der Zeit aus der kollektiven Vorstellungswelt verschwunden sind. Eine davon ist der Capiri, eine tropische Frucht, die selbst im Land kaum bekannt ist und heute Forschern Sorgen bereitet, die aktiv daran arbeiten, ihr Verschwinden zu verhindern.

Was ist die Capiri, die mexikanische Frucht, die fast aus dem Alltag verschwunden ist?

Obwohl die Capiri eine in Mexiko beheimatete Frucht ist und zur traditionellen Flora des Landes gehört, ist ihre Präsenz in mexikanischen Obstläden und Küchen so stark zurückgegangen, dass viele Menschen ihren Namen kaum noch kennen.

Aufgrund ihrer Seltenheit und der Tatsache, dass sie derzeit als bedrohte Art gilt, ist das wissenschaftliche Interesse an dieser Frucht, die zur Familie der Sapotaceae gehört (eine botanische Gruppe, zu der auch bekanntere Arten wie Mamey, Chico Sapote oder Yellow Sapote gehören), in den letzten Jahren gestiegen.

Genau aus diesem Grund fördern Forscher des National Polytechnic Institute Initiativen, um es zu untersuchen und seine Bedeutung zu verbreiten. Eine der Institutionen, die sich für seinen Schutz einsetzen, ist das Zentrum für die Entwicklung biotischer Produkte (Ceprobi), wo bereits kultivierte Bäume wachsen und Früchte tragen. Ziel ist es, die Art zu erhalten und gleichzeitig ihre Präsenz in der Landwirtschaft und Ernährung in Mexiko wiederherzustellen.

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Das Problem ist, dass Kapiri in der modernen Ernährung praktisch nicht mehr vertreten ist. Sein Verbrauch ist heute sehr begrenzt und viele Menschen kennen den Namen nur, weil er in Stadtteilen oder Kolonien vorkommt, die ihn als Ortsnamen verwenden.

Dieser Verlust der alltäglichen Präsenz ist eines der Anzeichen, die Forscher normalerweise auf das Risiko des Verschwindens bestimmter Pflanzenarten aufmerksam machen. Wenn sie nicht mehr regelmäßig angebaut oder verzehrt werden, hängt ihr Überleben fast ausschließlich von Naturschutzprojekten ab.

Eigenschaften und wie man es isst

Neben seinem ökologischen Wert ist Kapiri auch aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr interessant. Zu seinen Hauptnährstoffen gehören Mineralien wie Eisen und Eigenschaften, die zur Funktion des Immunsystems beitragen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen könnten.

Traditionell werden die Früchte gekocht oder gekocht verzehrt und anschließend zerkleinert. Die Samen werden jedoch normalerweise nicht eingenommen, da sie giftig sein können. Auch der Baum, von dem der Kapiri stammt, ist für die Umwelt von Bedeutung. In manchen Fällen wird es zur Wiederherstellung degradierter Böden und zum Schutz von Grundwasserleitern sowie zur Herstellung von widerstandsfähigem Holz für schwere Bauarbeiten eingesetzt.

Wissenschaftliches Interesse an vergessenen Früchten

Die Capiri-Studie ist Teil eines größeren Projekts zur Erforschung und Konservierung einheimischer mexikanischer Früchte. Zu diesem Zweck werden wissenschaftliche Tagungen zum Thema Sapotaceae abgehalten, bei denen Spezialisten Arten wie Mamey, Chico Sapote, Yellow Sapote oder Tempezquistle analysieren.

Diese Veranstaltungen bringen Forscher verschiedener Universitäten zusammen, um Informationen über den Anbau, den Nährwert und mögliche Lebensmittelanwendungen auszutauschen. Zu den jüngsten Entwicklungen gehört beispielsweise die Herstellung von gelbem Sapote-Pulver, das in Produkte wie Milch, Gelees oder Kekse eingearbeitet werden kann und dank seines Stärkegehalts einen Teil des Weizenmehls ersetzt.

Im Fall des Kapiri ist die größte Herausforderung grundlegender: Es muss verhindert werden, dass es verschwindet, bevor es vollständig erforscht und verwendet werden kann. Das nächste öffentlich zugängliche Kolloquium zum Thema Sapotaceae findet am 13. März in den Räumlichkeiten des Zentrums für die Entwicklung biotischer Produkte in Yautepec statt und umfasst die Teilnahme von Forschern aus Institutionen wie der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko und der Universität von Guanajuato.

Die Veranstaltung findet im Hybridmodus statt und Interessenten können sich gegen eine Gebühr von 300 Pesos für die breite Öffentlichkeit oder 100 Pesos für Studenten anmelden. Zu den geplanten Aktivitäten gehört, dass persönliche Besucher ein Exemplar eines Baumes mitnehmen können, der im Zentrum als Teil der Erhaltungsbemühungen dieser einheimischen Früchte angebaut wird.

Titelbild | Kulturkrieger des 21. Jahrhunderts

Leonie Brandt
Leonie Brandt
Journalistin aus Deutschland, ich beschäftige mich mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den Veränderungen unseres Alltags. Meine Arbeit basiert auf sorgfältiger Recherche und einer sachlichen, verständlichen Aufbereitung von Informationen. Mit meinen Artikeln möchte ich Orientierung bieten und aktuelle Trends in einen klaren Zusammenhang einordnen.