Warum Wissenschaftler sagen, dieser humanoide Roboter sei „Supermensch“

8. Februar 2026




Viele Science-Fiction-Fans stellen sich eine Zukunft mit fliegenden Autos und Robotermädchen vor. Aber jetzt steht China kurz davor, fliegende Autos auf den Markt zu bringen, und die Robotikindustrie hat bereits humanoide Roboter hervorgebracht. Ein „humanoider Roboter“ wird im Allgemeinen als ein Roboter definiert, der körperlich einem Menschen ähnelt, eine ähnliche Körperform besitzt und die Fähigkeit besitzt, mit unserer von Menschen geschaffenen Welt zu interagieren. Doch nun scheint es, dass Boston Dynamics mit seinem neuen Atlas-Roboterdesign diese Definition völlig übertroffen hat. Mit Fähigkeiten, die größer sind als die des Menschen, ist der Atlas-Roboter ein „übermenschlicher“ Humanoid.

Dr. Robert Playter, der CEO des Robotertechnikunternehmens Boston Dynamics, beschrieb in einem Interview mit 60 Minutes im Januar die „übermenschlichen“ Fähigkeiten des verbesserten Atlas-Designs des Unternehmens. Playter sagt: „Alle seine Gelenke können sich um volle 360 ​​Grad drehen … Das übersteigt das, was Sie und ich tun können, und wir denken, dass man Roboter so bauen sollte: Beschränken Sie sich nicht auf das, was Menschen können, sondern gehen Sie tatsächlich darüber hinaus.“ Das Video zeigt, wie Atlas Aufgaben in einer Automobilfabrik reibungslos erledigt.

Während der verbesserte Atlas-Roboter per Definition sicherlich humanoid ist – er verfügt über Autonomie, einen Kopf, einen Rumpf, zwei Arme, Hände mit Fingern und Beine mit zweibeiniger Fortbewegung –, sind viele menschliche Qualitäten in der Maschine kaum zu erkennen. Videos von Atlas haben gezeigt, wie er aus einer liegenden Position aufsteht, indem er seine Füße in die Mitte zieht und sich vom Boden abstößt. In anderen Fällen dreht es seinen Oberkörper oder Kopf um volle 360 ​​Grad, wobei die Füße auf dem Boden stehen. Offensichtlich haben diese Fähigkeiten wirkungsvolle Anwendungsmöglichkeiten für Fabrikarbeiten und andere manuelle Aufgaben, die heute von Menschen ausgeführt werden, was angeblich das Hauptziel hinter den Kreationen von Boston Dynamics ist. Aber ob ein übermenschlicher Roboter wie Atlas irgendwann mit menschenähnlicher Haut und gefühlvollen Augen geschmückt wird, ist noch eine offene Frage.

Wie ein übermenschlicher Roboter den Menschen körperlich und intellektuell übertreffen kann

Die übermenschlichen Fähigkeiten von Atlas sind im Moment hauptsächlich körperlich. Die Ingenieure von Boston Dynamics ermöglichten die äußerst „dynamische“ Bewegung, indem sie die Notwendigkeit beseitigten, Drähte zwischen den Gelenken zu verlegen. Seine Fähigkeit, diese Gelenke um volle 360 ​​Grad und darüber hinaus zu drehen, verschafft ihm einen physischen Vorsprung gegenüber den menschlichen Fähigkeiten. Aber was Atlas von einem hochentwickelten Fabrikgerät unterscheidet, ist seine Lernfähigkeit.

Atlas hat tatsächlich ein Gehirn oder zumindest ein Gehirnanalogon. Die Neurologie von Atlas besteht aus modernsten Mikrochips und Software und ermöglicht es ihm, die effizientesten Wege zur Ausführung wiederholter Aufgaben zu finden, was man nur als maschinelles Lernen bezeichnen kann. Wenn beispielsweise ein Bediener die Bewegungen von Atlas aus der Ferne steuert, um eine Aufgabe auszuführen, erkennt der Roboter schnell das Ziel der Aufgabe und lernt mit der Erfahrung, sie unabhängig von menschlichen Controllern auszuführen – manchmal sogar effizienter. Atlas verfügt sogar über taktile Sensoren in seinen dreistelligen, geschickten Händen, die es ihm ermöglichen, sich an die von ihm bearbeiteten Materialien anzupassen und so seine Griffstärke und Fingerausrichtung für eine optimale Bewegung zu optimieren. Der Fokus auf praktische Anwendungen ist offensichtlich, und bisher wurden die Atlas-Roboter (zum Glück) nicht mit KI-Chatbots ausgestattet.

Doch obwohl Atlas eindeutig in der Lage ist zu „lernen“, gibt CEO Dr. Robert Playter zu, dass die Fortschritte in der KI die Fortschritte in der Robotik übertroffen haben. Playter sagt: „Während KI als Software mit Höchstgeschwindigkeiten vorankommen kann, handelt es sich hierbei um Maschinen, und der Bau zuverlässiger Maschinen braucht Zeit.“ Für die Optimisten könnte dies enttäuschend sein. Andererseits sind Verzögerungen bei der Roboterrevolution vielleicht eine gute Sache für diejenigen, die wie Stephen Hawking die künftigen Folgen „übermenschlicher“ Roboter mit übermenschlicher Intelligenz fürchten.



Leonie Brandt
Leonie Brandt
Journalistin aus Deutschland, ich beschäftige mich mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den Veränderungen unseres Alltags. Meine Arbeit basiert auf sorgfältiger Recherche und einer sachlichen, verständlichen Aufbereitung von Informationen. Mit meinen Artikeln möchte ich Orientierung bieten und aktuelle Trends in einen klaren Zusammenhang einordnen.