Vilsbiburger Zeitung

Raben weiter in Lauerstellung


Rote Raben Vilsbiburg.

Rote Raben Vilsbiburg.

Von Redaktion idowa

Die Roten Raben bleiben weiter auf Erfolgskurs. Nach 97 Minuten Spielzeit besiegten sie den Köpenicker SC mit 3:1 (25:17/25:19/17:25/25:23). Dabei erlebten die rund 500 Zuschauer ein Spiel mit zwei Gesichtern: Die ersten beiden Sätze diktierten die Raben-Spielerinnen ganz klar. Im dritten Satz legten sie wieder einmal eine schöpferische Pause ein, während die Gastgeberinnen das Angebot annahmen und immer stärker wurden. Der vierte Satz war dann relativ ausgeglichen, wobei die Raben-Spielerinnen zur rechten Zeit die Zügel anzogen und das Spiel für sich entschieden.

Raben-Trainer Guillermo Gallardo war auf alle Fälle mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden. Er gab zu bedenken, dass sowohl Nadja Jenzewski als auch Sarah Petrausch und Tatjana Zautys krankheitsbedingt nicht richtig trainieren konnten und deshalb auch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Allerdings ließ er schon durchblicken, dass er nicht allzu glücklich über den Leistungseinbruch im dritten Satz war. Hier möchte er in den nächsten Wochen verstärkt sein Augenmerk legen: "Wenn wir ganz vorne mitspielen wollen, dann müssen wir das abstellen".

Die Geschichte der Begegnung gegen den Köpenicker SC ist schnell erzählt. Die Gastgeberinnen kamen in den ersten beiden Sätzen nur schwer auf Touren. Die Niederlage von vor einer Woche im Derby gegen Potsdam steckte offensichtlich allen Spielerinnen noch in den Knochen. Sie agierten zaghaft und verunsichert. So hatten die Raben-Spielerinnen keine Probleme die Sätze eins und zwei jeweils in 22 Minuten mit 25:17 und 25:19 für sich zu entscheiden. Alleine im ersten Satz produzierten die Damen aus Berlin elf Eigenfehler.

Dann kam aber wieder der verflixte dritte Satz: Bei den angeschlagenen Raben-Spielerinnen machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar und irgendwie war im Spiel der Roten Raben plötzlich der Wurm drin. Die Angriffsmaschinerie kam einfach nicht in Gang und so mussten sie sich nach 25 Minuten mit 17:25 geschlagen geben. Durch diese Schwächephase wurden die Damen aus Köpenick geradezu eingeladen, wieder zurück ins Spiel zu kommen und dieses Angebot nahmen sie natürlich dankend an. So entwickelte sich ein ausgeglichener vierter Satz. Die Roten Raben lagen vor allem zu Beginn meistens in Führung, mussten aber die Gastgeberinnen immer wieder herankommen lassen. Doch am Ende machten sie den Sack zu und holten sich nach 28 Minuten Spielzeit auch den vierten Satz (25:23).

Erneut durfte sich Natalia Korobkova über eine Goldmedaille freuen. Sie wurde wegen ihrer 19 Siegpunkte von Köpenicks Trainer Gil Ferrer Cutino zur wertvollsten Spielerin gewählt. Raben-Trainer Guillermo Gallardo entschied sich auf Köpenicks Seite für Illona Dröger.

Da sich Spitzenreiter Dresdner SC gerade noch im Tie Break gegen Aufsteiger Erfurt durchsetzen konnte, bleiben die Roten Raben in Lauerposition auf dem zweiten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende steht im westfälischen Halle erst einmal das DVV-Pokalfinale auf dem Terminplan. So können sich die Raben-Spielerinnen in aller Ruhe auf die nächste schwere Aufgabe vorbereiten. Am Samstag, 12. März, kommt mit dem VfB Suhl vielleicht der frischgebackene Pokalsieger in die Vilsbiburger Vilstalhalle.