Partei-Neugründung

Sahra Wagenknechts Tag der Spaltung

Für die einen ist sie eine linke Ikone, für die anderen eine Spalterin. Sahra Wagenknecht will mit ihrer neuen Partei bei der Europawahl 2024 und vielleicht auch bei den Landtagswahlen im Osten antreten. Was hat sie vor?


Sahra Wagenknecht spricht während der Pressekonferenz zur Gründung ihres neuen Vereins "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW).

Sahra Wagenknecht spricht während der Pressekonferenz zur Gründung ihres neuen Vereins "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW).

Von Laura Mielke, Margit Hufnagel

Mit festem Blick schaut sie in die Objektive der Kameras, die sich wie eine Wand vor ihr aufgebaut haben. "Frau Wagenknecht, bitte hier." "Noch mal hier nach links bitte." Rechts und links von ihr stehen je zwei ihrer Mitstreiter, doch das Blitzlicht gilt vor allem ihr. Sahra Wagenknecht genießt den Augenblick sichtlich. Es ist lange her, dass der Saal der Bundespressekonferenz so gut gefüllt war wie an diesem Montagmorgen. Ein politisches Spektakel wird hier, in der nüchternen Umgebung aus Furnierholz, schmutzabweisendem Teppichboden und aufgereihten Polsterstühlen, begangen. Im limettengrünen Kostüm verkündet Wagenknecht das, was ihr säuerliche Mienen nicht nur bei ihren einstigen Parteifreunden garantiert.

Jetzt weiterlesen mit

  • alle Artikel auf idowa.de in voller Länge und deutlich weniger Werbung
  • als Abonnent unterstützen Sie Journalismus in Ihrer Region
  • einen Monat für 0,99 Euro testen, danach 9,90 Euro im Monat