Nur diese 4 PC-Marken sind jetzt noch lieferbar – alle anderen kämpfen mit der härtesten Lieferkrise des Jahres

19. Februar 2026

Die PC-Branche steht unter massivem Druck. Engpässe bei Chips, Logistikprobleme und steigende Nachfrage haben in den vergangenen Wochen zu einer der härtesten Lieferkrisen des Jahres geführt. Händler berichten von leeren Lagern, verlängerten Lieferzeiten und kurzfristigen Stornierungen.

Während zahlreiche Hersteller mit Verzögerungen kämpfen, sind derzeit vor allem vier große Marken vergleichsweise stabil verfügbar: Lenovo, HP, Dell und ASUS.

Was steckt hinter der Krise?

Die Ursachen sind vielschichtig. Neben globalen Chipengpässen belasten auch geopolitische Spannungen und Transportprobleme die Lieferketten. Hinzu kommt eine anhaltend hohe Nachfrage nach Notebooks, Gaming-PCs und Business-Systemen.

Insbesondere kleinere Hersteller und spezialisierte Gaming-Marken haben Schwierigkeiten, ausreichend Komponenten zu sichern. Grafikkarten, Mainboards und bestimmte Prozessorserien sind besonders betroffen.

„Es ist nicht nur ein einzelner Engpass – die gesamte Kette steht unter Druck“, erklärt ein Branchenanalyst.

Warum diese vier Marken besser aufgestellt sind

Die genannten Hersteller verfügen über globale Produktionsnetzwerke, langfristige Lieferverträge und größere Lagerkapazitäten. Ihre Marktmacht ermöglicht es ihnen, Priorität bei Komponentenlieferungen zu erhalten.

Zu den entscheidenden Faktoren gehören:

  • Eigene Fertigungsstandorte in mehreren Regionen

  • Langfristige Halbleiter-Verträge

  • Diversifizierte Zulieferstrukturen

  • Größere finanzielle Puffer

Das verschafft ihnen einen klaren Vorteil gegenüber kleineren Anbietern.

Besonders betroffen: Gaming und High-End-Systeme

Während Business-Notebooks noch relativ stabil verfügbar sind, sieht es bei High-End-Gaming-PCs deutlich schwieriger aus. Leistungsstarke GPUs und spezielle Kühlungssysteme sind teilweise monatelang vergriffen.

Auch Individualkonfigurationen sind eingeschränkt. Viele Händler bieten nur noch Standardmodelle an, um Lieferzeiten zu minimieren.

Preisentwicklung unter Beobachtung

Parallel zu den Lieferproblemen steigen die Preise. Einige Modelle sind bereits spürbar teurer geworden. Branchenbeobachter erwarten, dass sich die Situation erst in den kommenden Monaten stabilisieren könnte – abhängig von der Entwicklung der globalen Halbleiterproduktion.

Für Käufer bedeutet das: Wer kurzfristig einen neuen PC benötigt, sollte die Verfügbarkeit genau prüfen und flexibel bei Ausstattung oder Modellwahl bleiben.

Eine Branche im Stresstest

Die aktuelle Lieferkrise zeigt, wie empfindlich die globale IT-Industrie auf Störungen reagiert. Trotz technologischer Fortschritte bleibt die Abhängigkeit von komplexen Lieferketten hoch.

Dass nur wenige große Marken derzeit zuverlässig liefern können, unterstreicht die strukturellen Unterschiede im Markt. Ob sich kleinere Hersteller erholen können oder dauerhaft Marktanteile verlieren, dürfte sich erst nach Ende der Engpässe zeigen.

Fest steht: Der PC-Markt erlebt gerade eine seiner turbulentesten Phasen des Jahres.

Leonie Brandt
Leonie Brandt
Journalistin aus Deutschland, ich beschäftige mich mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den Veränderungen unseres Alltags. Meine Arbeit basiert auf sorgfältiger Recherche und einer sachlichen, verständlichen Aufbereitung von Informationen. Mit meinen Artikeln möchte ich Orientierung bieten und aktuelle Trends in einen klaren Zusammenhang einordnen.