Dieses Anti-Aging-Peptid bewirkt mehr als nur eine Straffung Ihrer Haut

31. Mai 2026

Peptide (kleine Proteine) sind mittlerweile in Hautpflegeprodukten allgegenwärtig. Eines dieser Peptide, Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin (GHK), ist besonders beliebt in Anti-Aging-Cremes und -Seren, insbesondere wenn es mit dem Metall Kupfer kombiniert wird, um den GHK-Cu-Komplex zu bilden. GHK-Cu unterstützt die Gewebereparatur, steigert die Kollagenproduktion und hilft Haut und Haar, sich effektiver zu regenerieren, was es möglicherweise zu einem der 12 besten Peptide zur Verbesserung des Körpers macht.

Die Kollagen- und Elastinproteine ​​verleihen der Haut Elastizität. Mit zunehmendem Alter der Haut wird weniger Kollagen produziert und das in der Haut vorhandene Kollagen und Elastin beginnt abzubauen. Ein Teil dieser Zerstörung wird durch Enzyme namens Metalloproteinasen verursacht, die den Abbauprozess anregen. Peptide wie GHK-Cu können helfen, diese zerstörerischen Auswirkungen des Alterns zu bekämpfen.

GHK-Cu ist ein Tripeptid, das heißt, es ist ein Peptid, das aus drei Aminosäuren (Glycin, Histidin und Lysin) besteht, die Teil des Kollagenproteins sind. Es wird im Körper als Reaktion auf Verletzungen produziert und unterstützt den Wundheilungsprozess, indem es Kupfer an die Wundstelle abgibt. GHK-Cu reduziert nicht nur Falten und feine Linien, sondern wirkt auch dem Abbau von Kollagen und Elastin entgegen, indem es Metalloproteinasen hemmt. Außerdem stimuliert es die Kollagenproduktion und fördert die Hautregeneration durch seine positive Wirkung auf Hautzellen, sogenannte Fibroblasten.

Wie GHK-Cu in der Haut wirkt

Ein Mechanismus, durch den GHK-Cu seine positive Wirkung auf die Haut ausübt, ist die Abgabe von Kupfer an die Hautzellen. Kupfer wird für die ordnungsgemäße Funktion des Enzyms Lysyloxidase, das an der Kollagenproduktion beteiligt ist, und des Enzyms Superoxiddismutase, das hilft, hautschädigende freie Radikale zu neutralisieren, benötigt.

Laut einem im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichten Übersichtsartikel ist ein weiterer durch GHK-Cu beeinflusster Mechanismus die Hoch- oder Herunterregulierung der Genexpression (das „Lesen“ des Codes eines Gens, um das von diesem Gen kodierte Protein zu produzieren). Die Autoren der Übersicht geben an, dass GHK-Cu mehr als ein Drittel der Gene im Körper reguliert, indem es deren Expression um 50 % oder mehr verändert, was sein breites Wirkungsspektrum erklärt.

Zu den Anti-Aging-Effekten dieses kleinen, aber feinen Peptids gehört die Förderung der Hautregeneration durch die Steigerung der Kollagenproduktion und die Regulierung ihres Abbaus. Die Produktion von mehr Kollagen ist Teil der Regeneration der Haut. Ein weiterer Effekt besteht darin, dass die Haut dicker und klarer wird und Falten und feine Linien reduziert werden. GHK-Cu stimuliert im Rahmen der Hautreparatur auch die Wundheilung und die Nervenbildung.

Als ob diese Vorteile nicht genug wären, besitzt GHK-Cu auch starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen und wirkt nachweislich den zerstörerischen Auswirkungen freier Radikale entgegen. Die Vorteile von GHK-Cu beschränken sich nicht nur auf die Haut. Das Peptid übt auch positive Auswirkungen auf andere Organe wie Lunge, Leber, Darmschleimhaut, Nervensystem und Knochen aus – eine beträchtliche Anzahl von Körpersystemen.

Weitere Anti-Aging-Peptide, die Sie kennen sollten

So erstaunlich GHK-Cu auch zu sein scheint, es gibt auch andere Peptide, die beeindruckende Anti-Aging-Eigenschaften haben. Dazu gehören unter anderem Palmitoylpentapeptid-4 (Markenname Matrixyl®), Acetylhexapeptid-3 (Argireline®) und Citrullin.

Matrixyl bindet sich an Zellen in der Hautschicht, der sogenannten Dermis, und fördert die Produktion von Kollagen Typ I und III sowie die Hemmung des Kollagenabbaus. Darüber hinaus reguliert Matrixyl die Synthese von Hyaluronsäure, die über eine starke Anti-Aging-Wirkung verfügt. Aufgrund der Wirkung von Matrixyl auf die Kollagenproduktion kann es die Hautelastizität verbessern, die Haut glätten und straffen sowie feine Linien und Fältchen reduzieren.

Argireline reduziert Linien und Fältchen, indem es die Muskelkontraktion im Gesicht hemmt. Es hat eine ähnliche Wirksamkeit wie Botox, weist jedoch weniger Nebenwirkungen auf. Die Analyse des Wirkmechanismus ergab, dass Acetylhexapeptid-3 eine ähnliche Wirksamkeit wie Botulinumneurotoxine aufweist, jedoch weniger Nebenwirkungen aufweist.

Citrullin besteht aus vier Peptiden: Lysin, Asparagin, Isoleucin und Citrullin. Es kontrolliert die Entstehung der Kollagenproduktion und kann dabei helfen, die Organisation der Kollagenfasern zu kontrollieren und sie dünner und gleichmäßiger zu machen.

Leonie Brandt
Leonie Brandt
Journalistin aus Deutschland, ich beschäftige mich mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den Veränderungen unseres Alltags. Meine Arbeit basiert auf sorgfältiger Recherche und einer sachlichen, verständlichen Aufbereitung von Informationen. Mit meinen Artikeln möchte ich Orientierung bieten und aktuelle Trends in einen klaren Zusammenhang einordnen.