An die Küste zu gehen, um das Meer zu sehen, hat einfach jeden Sinn verloren, denn der türkisfarbenste und ruhigste Ozean Spaniens liegt versteckt im Herzen von Navarra, umgeben von Bergen und mit so blauem Wasser, dass es wie in der Karibik aussieht. In diesem Binnenmeer wird Salpeter gegen Süßwasser ausgetauscht, denn eigentlich handelt es sich um den riesigen Yesa-Stausee, besser bekannt als „Meer der Pyrenäen“.
Dieses riesige Gewässer am Fuße des Leyre-Gebirges ist von Tälern, Wiesen und Hügeln mit Kiefern- und Weidenwäldern umgeben und wird zu einer Vision für Wander- und Wassersportliebhaber. Ja, der Yesa-Stausee ist schiffbar und ideal zum Kanufahren, Paddelsurfen und im Sommer sogar zum Schwimmen.

Das Wasser ist so ruhig, dass es zu einem Spiegel wird und die umliegenden Berge widerspiegelt. Um diese wunderschöne Postkarte zu entdecken, gibt es nichts Besseres als eine Wanderroute und hier ist die beste: Der aragonesische Jakobsweg führt entlang einer alten Römerstraße um den Stausee herum. Darüber hinaus bietet die Roncaleses-Brücke, die Ruine einer antiken römischen Kreuzung, fast fantasievolle Fotos.

Neben dem Stausee und auf einer Klippe liegt die Stadt Yesa, die noch immer ihren mittelalterlichen Grundriss aus labyrinthischen Straßen und Steinfassaden bewahrt hat. Genau in der Mitte steht die romanische Kirche San Estebán, im höchsten Teil der Stadt. Daher haben wir von dort aus den schönsten Panoramablick auf den Stausee und die Berge, als wäre es ein Balkon mit Blick auf Eden.