Leitartikel

Zwei Jahre Truppenabzug

Der Irrtum des Westens über die Taliban

Vor zwei Jahren sind westliche Militärs aus Afghanistan abgezogen. Das Land versinkt in Armut, Frauen haben keine Rechte mehr. Statt den Taliban pragmatisch zu begegnen, hält der Westen an Maximalforderungen fest.


Taliban-Kämpfer patrouillieren während einer Feier zum zweiten Jahrestag des Abzugs der US-amerikanischen Truppen aus Afghanistan auf der Straße.

Taliban-Kämpfer patrouillieren während einer Feier zum zweiten Jahrestag des Abzugs der US-amerikanischen Truppen aus Afghanistan auf der Straße.

Der Westen hat das Geld, die Taliban haben Zeit. Und die haben sie für sich genutzt. Zwei Jahre ist der desaströse Truppenabzug aus Afghanistan her. Und in nicht einmal zwei Jahren haben die Islamisten in Kabul das Land wieder in die Steinzeit katapultiert. Doch der Westen hält unverändert an Maximalforderungen fest - und scheitert damit nach dem Truppenabzug erneut. Die Devise "Weitere Hilfsgelder nur gegen Wiederherstellung von Frauen- und Menschenrechten" funktioniert aber nicht. Um einen pragmatischen Umgang mit den Taliban wird man nicht umhinkommen.

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