Minister unter Beschuss

Moralischer Zeigefinger

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey verzichtet auf das Führen ihres Doktortitels. Ihr die politische Zukunft zu verbauen wegen einer fehlerhaften Doktorarbeit, wäre ungefähr so, als hätte man Lothar Matthäus wegen seines lustigen Englisch aus der Nationalmannschaft entfernt.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey verzichtet auf das Führen ihres Doktortitels. Ihr die politische Zukunft zu verbauen wegen einer fehlerhaften Doktorarbeit, wäre ungefähr so, als hätte man Lothar Matthäus wegen seines lustigen Englisch aus der Nationalmannschaft entfernt.

(Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Dass es eine Lust am Bösen gibt, das ist unbestritten. Den anderen zu quälen, ihm eins auszuwischen, ihn zu verdächtigen, ihm am Zeug zu flicken - wie viele Spielarten des alltäglichen Bösen gibt es doch. Am liebsten dort, wo der andere am allermeisten auf Wohlwollen angewiesen ist: in der Arbeit oder auch in seinen Beziehungen.