Versicherungen

Höhere Preise treiben Allianz-Gewinn in die Höhe


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Der Münchner Dax-Konzern erzielte im ersten Quartal einen operativen Gewinn von gut 3,7 Milliarden Euro.

Von dpa

Höhere Preise im Schaden- und Unfallgeschäft haben dem Versicherer Allianz zum Start ins Jahr einen überraschend starken Gewinnsprung beschert.

Im ersten Quartal erzielte der Münchner Dax-Konzern einen operativen Gewinn von gut 3,7 Milliarden Euro und damit fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Der Vorstand sieht den Konzern nach Angaben damit auf Kurs, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn zwischen 13,2 Milliarden und 15,2 Milliarden Euro zu erreichen.

Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 2 Milliarden Euro und damit gut viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Damals hatte ein Anlageskandal der Fondstochter Allianz Global Investors in den USA den Konzern mit Strafen und Schadenersatz von 1,9 Milliarden Euro belastet.

Während die Allianz im Tagesgeschäft diesmal besser abschnitt als von Experten erwartet, hatten sie sich beim Überschuss im Schnitt rund 300 Millionen mehr ausgerechnet. Allerdings schrieb die Allianz rund 200 Millionen Euro auf ihr Geschäft im Libanon ab, das sie abstoßen will. Der Verkauf dürfte dem Konzern nur mit Verlust gelingen, wie aus einer Präsentation des Vorstands hervorgeht.

Konzernweit steigerte die Allianz ihr Geschäftsvolumen um rund vier Prozent auf 46 Milliarden Euro. Das lag einzig am Schaden- und Unfallgeschäft: Dort wuchs das Volumen um gut elf Prozent auf rund 24 Milliarden Euro - auch weil der Versicherer von seinen Kunden höhere Prämien verlangte. Allein höhere Preise hätten das Geschäftsvolumen der Sparte um 5,6 Prozent nach oben getrieben, erklärte die Allianz.

Weil der Versicherer außerdem geringere Schäden durch Naturkatastrophen schultern musste, sprang der operative Gewinn des Geschäftsbereichs um fast 23 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro nach oben. Schäden durch Naturkatastrophen kosteten die Allianz insgesamt 117 Millionen Euro und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Die Belastung liege vollständig an dem Erdbeben in der Türkei und Syrien, hieß es in der Präsentation.


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