Nach Mannheim-Remis

TSV 1860: Lex dämpft Aufstiegsträume - Köllner "sehr zufrieden"


Von links: Sascha Mölders, Stefan Lex und Noel Niemann im Spiel gegen Waldhof Mannheim

Von links: Sascha Mölders, Stefan Lex und Noel Niemann im Spiel gegen Waldhof Mannheim

Von Julian Huter

Der TSV 1860 München bleibt auch im zehnten Spiel unter Michael Köllner ungeschlagen. Der Löwen-Trainer lobt sein Team nach dem 1:1 gegen Waldhof Mannheim ausdrücklich. Stefan Lex trauert den vergeben Chancen hinterher.

München - Auch nach dem Topspiel gegen Waldhof Mannheim besteht die Ungeschlagen-Serie des TSV 1860: Seit zehn Spielen sind die Löwen nicht mehr als Verlierer vom Platz gegangen. Trotzdem wäre beim 1:1 gegen den Tabellenvierten mehr möglich gewesen. Die Giesinger vergaben reihenweise gute Chancen. Michael Köllner, der als Löwen-Trainer noch nie eine Niederlage verkraften musste, war trotzdem bestens gelaunt.

"Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft sehr zufrieden", erklärte Köllner bei "Magenta Sport" und verwies auch auf die 0:4-Klatsche im Hinspiel. Seitdem hätte die Mannschaft sich extrem weiterentwickelt.

Lex: "Brauchen nicht nach oben schauen"

Stefan Lex sah das Ganze etwas kritischer und haderte mit der Tatsache, dass die Löwen nach dem Remis in Zwickau zum zweiten Mal hintereinander eine Führung verspielt haben. Zudem schob er den Aufstiegsträumen der Sechzger vorerst einen Riegel vor: "Was die Mannschaften vor uns machen, interessiert mich gar nicht. Solange wir nicht gewinnen, brauchen wir nicht nach oben schauen", meinte der Löwen-Angreifer nach dem Spiel in der Mixed Zone. "Wenn wir das zweite Tor nicht machen, dürfen wir vorne die Bälle nicht so leicht verlieren und müssen das 1:0 über die Zeit bringen. Das haben wir nicht geschafft. Die Chancen für ein zweites Tor waren da", so Lex weiter,

Trotz des Lobes für sein Team, sah das auch Köllner ähnlich: "Wir hatten Eckballserien und Freistöße, bei denen wir uns den Gegner zurechtgerichtet haben. Wir haben es verpasst das 2:0 zu machen. Vorne im Sechzehner haben wir einige Dinge nicht gut gelöst. Am Ende sind wir dann ein bisschen hinterhergelaufen", analysierte der Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

TSV 1860: Köllner will Polster auf die Abstiegsplätze halten

Der Löwen-Dompteur macht sich weniger Gedanken um die drittplazierten Hachinger - stattdessen schaut er immer noch auf die Abstiegszone. "Zum Glück hat Köln verloren. Wir wollen weiter schauen, das Polster nach hinten zu halten, um unser Saisonziel relativ früh eintüten zu können", sagte der 50-Jährige. Viktoria Köln rangiert auf dem 16. Platz und hat neun Zähler Rückstand auf den TSV 1860.

Der Löwen-Trainer gab am Ende zu, dass die Löwen gegen Mannheim "vielleicht zwei Punkte liegengelassen haben". Diese wolle man sich am nächsten Samstag in Meppen (14 Uhr/ "Magenta Sport" und AZ-Liveticker) zurückholen.

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