21 Sekunden vor Schluss!

EHC München verliert Derby-Drama gegen Augsburger Panther


EHC-Goalie Danny aus den Birken kassiert kurz vor dem Ende den Ausgleich - wenig später wird er nochmal hinter sich greifen.

EHC-Goalie Danny aus den Birken kassiert kurz vor dem Ende den Ausgleich - wenig später wird er nochmal hinter sich greifen.

Von Markus Giese

Was für ein bayerisches Derby in der Deutschen Eishockey Liga: Meister München verliert 21 Sekunden vor Schluss in Augsburg. Der Titelverteidiger hat vorerst auch den Anschluss an Spitzenreiter Mannheim verloren.

Mannheim - Tabellenführer Adler Mannheim hat seinen Vorsprung in der Deutschen Eishockey Liga auf fünf Punkte ausgebaut. Das Team von Pavel Gross feierte am Sonntag beim 7:2 (1:0, 3:2, 2:0) gegen den ERC Ingolstadt seinen dritten Sieg in Serie und profitierte davon, dass der deutsche Meister EHC Red Bull München ein spektakuläres Derby bei den Augsburger Panthern mit 2:3 (0:1, 2:0, 0:2) verlor.

Nach einer 2:1-Führung kassierten die Münchner in der Schlussphase zunächst den Ausgleich durch Matthew Fraser (56.). Für die letzten 74 Sekunden des Spiels mussten drei Spieler des deutschen Meisters auf die Strafbank. Augsburg nutzte die Überzahl und schoss 21 Sekunden vor dem Ende das umjubelte Siegtor durch Adam Payerl (60.).

Strafzeiten kosten EHC München den Sieg

"Bei Fünf gegen Fünf waren wir die bessere Mannschaft. Aber was uns am Ende gekillt hat, waren die vielen Strafzeiten", sagte Münchens Maximilian Kastner bei telekomsport.de. "Augsburg ist eine starke Mannschaft. Wenn man ihnen so viele Möglichkeiten gibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es scheppert."

In der Tabelle wurde der deutsche Meister von den Augsburgern und vom neuen Tabellenzweiten Düsseldorfer EG verdrängt. Die DEG gewann bei den Straubing Tigers mit 3:2 (1:1, 0:1, 2:0). Die Münchner waren nicht das einzige Spitzenteam, das am 28. Spieltag patzte: Die Kölner Haie verloren gegen die Eisbären Berlin mit 2:5 (1:2, 1:1, 0:2).

Spitzenreiter Mannheim baut Vorsprung aus

In Mannheim schossen Luke Adam (8.), Phil Hungerecker (21.), Benjamin Smith (22.), Chad Kolarik (34.), Mark Katic (41.), Markus Eisenschmid (42.) und Garrett Festerling (55.) die Tore für den Spitzenreiter. David Elsner (37.) und Thomas Greilinger (38.) brachten die Gäste im zweiten Drittel von 0:4 auf 2:4 heran. "Wenn du gegen eine gute Mannschaft wie Ingolstadt gewinnst, ist das immer ein Zeichen. Das war ein großer Sieg mit schnellem Hockey", sagte Luke Adam.

Rechtzeitig zu den Spitzenspielen in Köln (Dienstag) und München (Freitag) haben sich die Adler damit gut von ihrer Schwächephase erholt. In der letzten November- und ersten Dezember-Woche verlor der DEL-Spitzenreiter gleich vier Spiele nacheinander.