5:4 gegen Ingolstadt

EHC München gewinnt torreiches Weihnachts-Derby


Maximilian Kastner, Konrad Abeltshauser, Bastian Eckl und Jason Jaffray bejubeln den Sieg über Ingolstadt.

Maximilian Kastner, Konrad Abeltshauser, Bastian Eckl und Jason Jaffray bejubeln den Sieg über Ingolstadt.

Von Bernhard Lackner

Tabellenführer Red Bull München ist in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) der Gewinner des Weihnachtsspieltages. Der Vizemeister baute durch ein 5:4 nach Verlängerung gegen den ERC Ingolstadt sowie Pleiten der strauchelnden Verfolger Straubing Tigers und Adler Mannheim seinen Vorsprung auf zehn Zähler aus.

München - Der EHC Red Bull München hat das Derby gegen Ingolstadt am 2. Weihnachtsfeiertag mit 5:4 (1:2|2:1|1:1|1:0) nach Verlängerung gewonnen. Vor 5.230 Zuschauern trafen Trevor Parkes, Patrick Hager, Jason Jaffray und Bastian Eckl mit seinem ersten DEL-Tor. Am Ende schoss Konrad Abeltshauser die Red Bulls zum Sieg in der Overtime. Trotz neun fehlender Stammspieler konnte der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Straubing auf nun zehn Punkte ausbauen.

Nach 21 Toren in den ersten beiden Derbys entwickelte sich erneut ein offener Schlagabtausch. Ingolstadt war dabei zunächst das gefährlichere Team, leistete sich jedoch im Aufbau einen Defensivfehler, den Trevor Parkes (7.) zum 1:0 für die Red Bulls nutzen konnte. Die Führung hatte jedoch nur wenige Minuten Bestand: Erst zog Wayne Simpson über die linke Seite in die Mitte und bezwang Daniel Fießinger mit einem Schuss gegen die Laufrichtung (9.).

EHC München drückt im zweiten Drittel

Beim zweiten ERC-Treffer hatte der Münchner Goalie ebenfalls keine Abwehrchance. Simon Schütz schlenzte die Scheibe platziert ins obere linke Eck (11.). Gegen das Forechecking der Schanzer setzten die Gastgeber in der Folge auf lange Pässe aus der eigenen Zone. Einer davon erreichte Bastian Eckl. Eine starke Parade von ERC-Goalie Jochen Reimer verhinderte das 2:2 zur ersten Pause.

Auf den Rückstand antworteten die in blauen Weihnachtstrikots aufgelaufenen Red Bulls im Mittelabschnitt mit einer Drangphase. Chris Bourque und Bobby Sanguinetti waren dem Ausgleich nahe. Über die Linie brachte die Scheibe schließlich Kapitän Patrick Hager (29.) sehenswert mit der Rückhand. Beim Stand von 2:2 nahm das Derby auch an Emotionalität und Härte zu. Die Schiedsrichter verhängten große Strafen. Als das dreiminütige Powerplay für Ingolstadt fast abgelaufen war, brachte Simpson sein Team mit seinem zweiten Treffer wieder in Front (34.). Der ERC zeigte sich stets effizient im Abschluss, aber gleichzeitig anfällig im Aufbau. Nutznießer war diesmal Jason Jaffray (38.), der abstaubte. Mit 3:3 ging es in die zweite Pause.

Abeltshauser in der Verlängerung mit dem Siegtreffer

Auch im Schlussdrittel lag das Chancenplus auf Seiten des Vizemeisters und sollte belohnt werden: Nach einem langen Pass nahm Eckl Fahrt auf und legte die Scheibe unter Bedrängnis an Reimer zum 4:3 (43.) vorbei. Die intensive Partie flachte nun etwas ab, war aber noch immer nicht entschieden. Fießinger musste nach einigen Paraden bei Maurice Edwards abgefälschten Schlagschuss von der blauen Linie zum vierten Mal hinter sich greifen (53.). Trotz Schlussoffensive der Red Bulls ging es in die Verlängerung.

Hierbei erarbeiteten sich die Münchner eine Chance nach der anderen und belohnten sich dann durch den 5:4-Siegtreffer von Konrad Abeltshauser: Nach Bullygewinn von Kastner platzierte der Verteidiger seinen Schuss trocken ins Netz (62.).

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