Nach Aussagen von EU-Abgeordneter

Mitarbeiter von St. Josef: "Werkstätten sind Teil der Lösung"


Markus Beck (v.l.), Vertrauensperson des Werkstattrates, die Werkstätten-Mitarbeiter Stefan Steininger und Sabrina Paulus, Werkstatt-Vorsitzender Michael Händel, Evi Feldmeier, Geschäftsführerin der KJF-Werkstätten gGmbH, und Ingrid Schultes, Leiterin der Werkstätten St. Josef. Im Hintergrund per Video zugeschaltet Erika Stelzl.

Markus Beck (v.l.), Vertrauensperson des Werkstattrates, die Werkstätten-Mitarbeiter Stefan Steininger und Sabrina Paulus, Werkstatt-Vorsitzender Michael Händel, Evi Feldmeier, Geschäftsführerin der KJF-Werkstätten gGmbH, und Ingrid Schultes, Leiterin der Werkstätten St. Josef. Im Hintergrund per Video zugeschaltet Erika Stelzl.

"Ich bin eine Luxus-Behinderte", hat die Europa-Abgeordnete der Grünen Katrin Langensiepen vor ein paar Tagen in einem Interview der Mediengruppe Attenkofer gesagt (27. August, Seite 3). Bewusst provokant. Das meinte sie damit: "Wenn ich etwas brauche, kaufe ich es, und ich muss mir keine Gedanken darüber machen, wie ich irgendwohin komme oder woher ich die Unterstützung erhalte." Nicht für alle Menschen mit Behinderung sei das selbstverständlich. Sie legt den Finger in manche Wunde. Zu recht. Allerdings fühlen sich Menschen mit Behinderung von einigen ihrer Aussagen schmerzlich und vor allem zu Unrecht auf die Füße getreten. Die Mitarbeiter der Werkstätten St. Josef beispielsweise. Sie haben sich an die Redaktion gewandt, weil es ihnen ein Bedürfnis ist, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Sie sind der Überzeugung, dass sie anders als von Katrin Langensiepen dargestellt, als Mitarbeiter einer Behinderten-Werkstätte nicht von Jugend auf die Rente vorbereitet werden statt auf das Leben. Und dass sie sehr wohl merkten, wie mit ihnen umgegangen werde. Auch das hatte Karin Langensiepen, offenkundig vehemente Gegnerin von Sondereinrichtungen, in den Raum gestellt.

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