Krieg in der Ukraine

Aktuell sind 80 Geflüchtete in Straubing


Rund 80 Geflüchtete aus der Ukraine befinden sich derzeit in Straubing.

Rund 80 Geflüchtete aus der Ukraine befinden sich derzeit in Straubing.

Von Redaktion Straubing Stadt

Die Solidarität in der Bevölkerung mit den Menschen aus der Ukraine ist unvermindert groß. Das Bayerische Innenministerium hat auf der Webseite www.ukraine-hilfe.bayern.de eine Übersicht der Hilfsangebote zusammengestellt. Dort finden auch geflüchtete Menschen selbst Hinweise in ukrainischer Sprache, an welche Organisationen sie sich wenden können, teilt die Stadt Straubing in einer Pressemitteilung mit.

Auch die Stadt arbeitet weiterhin mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine. Derzeit ist die Anzahl der Personen, die um eine staatliche Unterbringung bitten, noch überschaubar. Das kann sich aber mit Blick auf die dramatische Situation in der Ukraine täglich ändern. Eine belastbare Aussage zu der Anzahl der Kriegsflüchtlinge, die in Straubing und in der Region in den nächsten Tagen ankommen werden, ist weiterhin noch nicht möglich.

Turnhallen wurden noch nicht gebraucht

Nach den der Stadtverwaltung vorliegenden Informationen befinden sich aktuell - Stand Mittwoch, 15 Uhr - rund 80 geflüchtete Personen aus der Ukraine in Straubing, die alle in privaten Unterkünften untergebracht oder dorthin vermittelt werden konnten.

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Die Kontaktaufnahme von behördlicher Seite läuft bereits, zudem wird allen Personen im Impfzentrum eine Impfberatung und ein Impfangebot unterbreitet. Die Kreisverwaltungsbehörden sind angehalten, die angekommenen Flüchtlinge formell in einem bayernweit einheitlichen System zu registrieren. Die technischen und personellen Voraussetzungen hierzu werden derzeit umgesetzt, die Registrierung kann damit Anfang nächster Woche starten. Auf die beiden Notunterkünfte in den Turnhallen der Grund- und Mittelschule Ittling und der Jakob-Sandtner-Realschule musste bislang noch nicht zurückgegriffen werden. Dort könnten sofort 60 Personen und kurzfristig weitere 296 Personen untergebracht werden. Weiterhin gearbeitet wird an der Optimierung der Ausstattung der Notunterkünfte, zum Beispiel mit Waschmaschinen oder Handtüchern.

Stadt sucht Alternativen zu den Turnhallen

Die beiden Notunterkünfte sollen lediglich als vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit dienen. Erklärtes Ziel ist es, den ankommenden Flüchtlingen soweit möglich zeitnah andere Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. "Uns ist bewusst, dass die Belegung der beiden Hallen eine Belastung für den Schul- und Vereinsbetrieb darstellt. Daher sind wir auch bereits auf der Suche nach möglichen Alternativen. Gleichzeitig bitte ich um Verständnis, dass wir eine praktikable und schnell umsetzbare Lösung zur Unterbringung brauchen", so Oberbürgermeister Markus Pannermayr. Das Sportamt kläre gerade, ob den Sportvereinen zumindest teilweise ein Ersatz in anderen Hallen ermöglicht werden kann.

Pannermayr dankt außerdem allen Beteiligten, die an der Vorbereitung zur Aufnahme von Flüchtlingen mitwirken. "Zum großen Teil sind das die Stellen, die bereits in den letzten Jahren mit der Bewältigung der Corona-Pandemie vor Ort belastet waren. Dass nun diese erneute Herausforderung wiederum mit großem Engagement angegangen wird, ist schlichtweg beeindruckend".