Landau

Sebastian und die Prozession

Vor Gottes Angesicht erfüllen die Landauer ihr Gelübde von 1713 heuer wie alle Jahre


Der Untere Stadtplatz mit dem Sebastianibrunnen ist das Ziel der Prozession. Dort wird der Schutzpatron gegen die Pest verehrt. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1913.

Der Untere Stadtplatz mit dem Sebastianibrunnen ist das Ziel der Prozession. Dort wird der Schutzpatron gegen die Pest verehrt. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1913.

Die Pestepidemie von 1713 war die letzte ihrer Art in Mitteleuropa. Die Pest kam damals von Ungarn, die Donau aufwärts über Wien und Regensburg nach Bayern. Als Handelsstädte wurden Wien, Passau und Regensburg von vielen Reisenden besucht, wodurch die Bakterien eingeschleppt und verbreitet werden konnten. Alle möglichen Phänomene wurden als Verursacher der verheerenden Seuche vermutet. Die Landauer waren vorgewarnt und trafen viele Vorsichtsmaßnahmen. Von einem aus Regensburg zurückkehrendem Dienstmädchen wurde die todbringende Seuche nach Landau eingeschleppt. Sie brachte den Landauern die Pest.

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