Für die Ukraine

Kinder- und Familienbund und Yorma's organisieren Spenden


Viele Leute bringen Hilfsgüter nach Winzer zu Pfarrer Richard Simon, und alle helfen zusammen.

Viele Leute bringen Hilfsgüter nach Winzer zu Pfarrer Richard Simon, und alle helfen zusammen.

Mit einer solchen Welle an Hilfsbereitschaft und Spendenfreudigkeit der Leute hat wohl keiner der für die Sammelaktion Verantwortlichen gerechnet. Erst vor kurzem wurde das Projekt "Helfen Sie mir helfen in der Ukraine" von Pfarrer Richard Simon aus Winzer ins Leben gerufen, dem sich sogleich viele Gruppen und Privatleute angeschlossen haben.

So auch der Kinder- und Familienbund Plattling, der erst am Montag dieser Woche zur Mithilfe aufgerufen hatte. Drei Tage darauf waren die Räumlichkeiten des Vereins zum Bersten voll, wie Vorsitzende Cornelia Neidl-Fisch erzählte. Kartons voll bepackt mit Konservendosen, Babynahrung und Toilettenartikel. "Es wurden aber auch jede Menge Decken und Schlafsäcke abgegeben, welche von den Kriegsleidenden in der Ukraine so dringend gebraucht werden", wie Neidl-Fisch ergänzt. Ebenso wie Medikamente und Verbandsmaterial.

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Stadtrat Stefan Fisch und sein Sohn Sebastian am mit Spenden vollbepackten Sprinter.

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Da in der Doppelgarage kein Platz mehr war, mussten die Hilfsgüter kurze Zeit im Freien gelagert werden.

Am Donnerstag haben Cornelia Neidl-Fisch, ihre Stellvertreterin Lisa Meier, Stadtrat Stefan Fisch sowie Vereinsschatzmeisterin Tanja Paukner und ihr Mann Florian, die ganzen Spenden in einen Sprinter, einen Anhänger und in ein Auto gepackt und sind damit zu Pfarrer Simon gefahren. Dort haben sie die Spenden ausgeladen und in der Garage sowie auf deren Vorplatz abgestellt. Damit nicht genug, denn sie mussten die Fahrt ein zweites Mal mit derselben Menge an Sachspenden unternehmen.

Auch der Pfarrer war total überrascht von der Großzügigkeit der Menschen. Er sagte, er habe niemals mit einem solchen Ansturm gerechnet und wisse nicht, wo er die ganzen Sachen noch lagern soll. Am Freitag wurden die Hilfsgüter von einigen Fahrern an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren und umgeladen. Von dort wurden sie dann zu den Sammelstellen in der Ukraine gebracht. Es wurde also wieder Platz für Nachschub geschaffen.

Nachdem das KFB-Team am Abend zum Vereinsheim zurückgekehrt war, stellte es fest, dass während der zwei Stunden ihrer Abwesenheit schon wieder 20 große Kartons abgegeben wurden. "Die Sammlung von Hilfsgütern geht auf jeden Fall weiter", betont Neidl-Fisch.

Dank für Zusammenarbeit

Der Kinder- und Familienbund möchte sich ganz herzlich bei seinem Hausherrn, der Firma Yorma´s AG bedanken. Für die gute Zusammenarbeit, für die Zurfverfügungstellung des Sprinters, wann immer dieser benötigt wird und vor allem bei den Mitarbeitern in der Filiale am Bahnhof, welche die Pakete entgegennehmen und im Vereinsheim abstellen.

Ebenso ein Dank allen, die die Hilfsaktion tatkräftig unterstützen. Erwähnt soll zudem sein, dass die Kinder Julia (7) und Sebastian (11) Fisch sowie Isabella (7) und Luca (11) Paukner, den ganzen Tag auf eine unvergleichliche Art und Weise mitgeholfen haben.