Meinung

9. November

Antisemitismus: "Nie wieder" wurde nicht mit Taten untermauert


Blumen liegen vor einem Gedenkstein für bei den Novemberpogromen 1938 ermordete Juden während einer Gedenkveranstaltung auf einem jüdischen Friedhof.

Blumen liegen vor einem Gedenkstein für bei den Novemberpogromen 1938 ermordete Juden während einer Gedenkveranstaltung auf einem jüdischen Friedhof.

Der 9. November ist nicht weniger als der Schicksalstag der Deutschen, der wie kein anderer für die wechselvolle Geschichte dieses Landes steht. Für Schuld und den unvorstellbaren moralischen Tiefpunkt, aber auch für Freiheit, Glück und Freude. Vor allem aber steht er für Verantwortung. "Nie wieder" - das ist das zentrale Bekenntnis, das Jahr für Jahr bekräftigt wird, auch gestern von Bundeskanzler Olaf Scholz. Es hat im Laufe der Zeit einen hohlen Klang bekommen, wirkte ritualisiert, weil die Worte nicht mit Taten untermauert wurden.

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1 Kommentare:


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Frank H.

am 09.11.2023 um 22:53

Hohle Phrasen oder Herz ? Das könnte wirklich die große Frage sein, und zwar auf allen Seiten. Woke Deutsche die Antisemitismus auch dort sehen, wo sich statt echter Antipathie nur Mangel an Empfindsamkeit zeigt. Jüdische Stimmen die kaum ehrliches Bedauern erkennen. Muslimische Gemeinden die jede Kritik als Rassismus darstellen, aber selbst offen Hass und Gewalt zeigen. Hat diese Mixtur in Deutschland überhaupt eine Chance ?



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