Tipps für eine schnelle Umgewöhnung

Was hat es alles mit der Winterzeit auf sich


Eine Stunde kann ganz schön viel ausmachen.

Eine Stunde kann ganz schön viel ausmachen.

Am Sonntag, dem 25. Oktober 2015, um 3 Uhr morgens, endet dieses Jahr in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit. Zu diesem Zeitpunkt wird die Uhr um eine Stunde auf Winterzeit, das heißt 2 Uhr Mitteleuropäische Zeit, zurückgestellt. Mit dieser Regelung sind die Deutschen aber nicht alleine. Die Zeitumstellung erfolgt in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie weiteren Nachbarstaaten. Für die EU-Mitgliedstaaten ist sie durch europäische Regelungen vorgegeben. Die damit verbundene Angleichung der Zeitzählung aller EU-Mitgliedstaaten trägt wesentlich zum Funktionieren des europäischen Binnenmarktes bei, erklärt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Winterzeit gilt bis zur nächsten Zeitumstellung am 27. März 2016.

Zumindest die meisten Menschen haben schon etwas von der Greenwich-Zeit gehört. Hier nochmals die kurze Erklärung, was damit gemeint ist: Sowohl Mitteleuropäische Zeit als auch die Mitteleuropäische Sommerzeit leiten sich von der Weltzeit ab. Die Weltzeit ist auf Greenwich in London bezogen, also auf die Zeitzone westlich von Deutschland. Die Mitteleuropäische Zeit ergibt sich durch Hinzufügen einer Stunde bzw. die nun endende Mitteileuropäischen Sommerzeit durch Hinzufügen zweier Stunden zur Weltzeit.

Ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, sind sehr oft von Schlafstörungen und Unwohlsein bei der schnellen Umstellung betroffen, da deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen oft schwerer tut. Das Kompetenz-Zentrum Gesunder Schlaf gibt Tipps für eine leichte Gewöhnung und erklärt welche Auswirkungen die Zeitumstellung hat.

Da viele Beeinträchtigungen der inneren Uhr während der Zeitumstellung einem Jetlag ähneln, reden Experten von einem Mini-Jetlag. Doch was tritt auf und welche Symptome gibt es? Viele Menschen berichten von - ungewöhnliche Müdigkeit - depressive und verschlechterte Stimmungslage - Schlafstörungen Schwankungen der Herzfrequenz - Konzentrationsschwäche am Tag - Gereiztheit am Abend und am Tag Appetitlosigkeit während des ganzen Tages Verdauungsprobleme ohne Ernährungshintergrund.

Doch hier gibt das Zentrum ein paar hilfreiche Tipps zur schnellen Umgewöhnung:

  • Am Vorabend der Umstellung keinen Alkohol konsumieren und nicht mehr allzu viel essen
  • Etwas später als gewohnt zu Bett gehen in den ersten Tagen nach der Umstellung
  • Wer eine empfindliche Verdauung hat, sollte die Essenszeiten schrittweise (4 x 15 Minuten Verschiebung) anpassen - üppige Mahlzeiten am Abend meiden
  • Wenn möglich auf Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen verzichten
  • Am ersten Tag ggf. sogar eine halbe Stunde früher aufstehen als üblich
  • Viel an der Natur (LICHT) aufhalten um einen kleinen Spaziergang zu machen
  • Immer bei auftretenden Sympomen wie oben genannt Pausen machen
  • Wenn das frühere Einschlafen Mühe bereitet, immer erst natürliche Hilfen wie Baldrian, Melisse oder Entspannungstechniken versuchen oder ggf. aufstehen und nicht mit dem Gedankenkarussell Stundenlang wachliegen
  • Verzichten Sie auf Ihren Mittagsschlaf während der Umstellungsphase bis hin zu sieben bis zehn Tagen.