Manipulation beim Film "Lovemobil"

Dok.fest-Chef Sponsel: "Ich ziehe daraus viele Lehren"


,,Lovemobil" thematisiert die Prostitution in Wohnwagen an deutschen Landstraßen.

,,Lovemobil" thematisiert die Prostitution in Wohnwagen an deutschen Landstraßen.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Lovemobil" von Elke Lehrenkrauss über Prostituierte in einem Wohnmobil an einer Bundesstraße in Niedersachsen begeisterte weltweit Festivalpublikum und Jurys. Dann entlarvten Ende März Journalisten des NDR-Reportageformats "STRG_F" das Werk als Fälschung: Laiendarstellerinnen spielten die Prostituierten, der Zuhälter und Barmann entpuppte sich als Hausmeister, ein "Freier" soll gar ein Bekannter der Regisseurin sein. Branche und Zuschauer zeigten sich in einer hitzigen Debatte entsetzt. Lehrenkrauss, die die co-produzierende NDR-Dokumentarfilmredaktion nicht über die Inszenierung informierte und lange behauptete, ohne Skript und ohne Schauspieler gedreht zu haben, gab den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2020 samt Preissumme zurück, die Grimmepreis-Nominierung wurde zurückgezogen. Über den entstandenen Schaden für das Genre Dokumentarfilm und über authentische Realität spricht Daniel Sponsel, Festivalchef des Dok.fest München, wo der Film 2020 lief. Und er gibt Informationen über das Festival, das vom 5. bis 23. Mai erneut online stattfindet.

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