Work-Life-Balance

Andere Wünsche: Droht ein Generationenkonflikt im Arbeitsleben?

Wir sind faul. Wir wollen nicht arbeiten. Wir zerbrechen unter Druck. Diese Vorwürfe müssen sich junge Menschen anhören. Ich bin Jahrgang 1996. Sätze wie diese treffen mich und ich glaube, sie sind falsch.


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Unsere Autorin ist der Meinung, dass die junge Generation nicht so faul ist, wie manche behaupten.

Ihre Generation ist in eine von Krisen geprägte Zeit geboren: Corona, Klimawandel, Krieg und Flüchtlingsbewegung. Das sagt der Soziologe Professor Klaus Hurrelmann. Dann fügt er an: „Starker Tobak, volle Kanne in der sensiblen Jugendzeit.“ Der Bildungswissenschaftler kennt sich mit der Situation junger Arbeitnehmer bestens aus. Kaum jemand in Deutschland hat dazu so viel geforscht.

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1 Kommentare:


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Frank H.

am 14.11.2023 um 11:22

Hurrelmann ist 1944 geboren und hat wohl sehr eingeschränkte Zeiten erlebt. In meiner Jugend hatte man dagegen eher sichere Zukunftsperspektiven als heute. Befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit gab es kaum, je nach eigener Leistung schien alles möglich. Seitdem hat sich Vieles geändert: Die durch Jahrzehnte kalter Progression stark erhöhte Steuerlast (früher konnte man sein Einstiegsgehalt verdreifachen ohne auf jede Lohnerhöhung den Spitzensteuersatz zu zahlen, jetzt nicht mehr). Die durch Vorschriften und Inflation angetriebene Verteuerung mancher Güter. Die letztendlich auch einengend wirkende Globalisierung. Und eine stärkere Erwartungshaltung der Menschen - etwa die Tendenz, die Verantwortung für Erziehungs- und Schulerfolge von der Familie zum Bildungssystem zu verlagern, sowie die "Vollkasko"-Mentalität im Hinblick auf die Lebensumstände.



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