Wenn es um ungewöhnliche Karrieren im naturwissenschaftlichen Bereich geht, ist der Pyrotechniker möglicherweise einer, den Sie nicht auf dem Schirm haben. Zweifellos ist es ein farbenfroher und aufregender Job, der einige ziemlich offensichtliche Gefahren mit sich bringt. Die Möglichkeit, dass Ihnen ein Feuerwerk ins Gesicht explodiert, ist jedoch nur der Anfang, denn dieser unkonventionelle Job birgt mehr Risiken, als Sie vielleicht gedacht haben.
Eine Karriere als Pyrotechnik-Ingenieur ist ein Beruf, der an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst liegt. Das Ziel besteht darin, eine fantastische Darstellung voller Farben und Dramatik zu bieten, aber um an diesen Punkt zu gelangen, bedarf es einer ernsthaften wissenschaftlichen Arbeit hinter den Kulissen. Jeder Ausrutscher oder Fehler bei der Vorbereitung kann schwerwiegende Folgen haben, nicht nur für den Toningenieur, sondern auch für das Publikum. Jedes abgefeuerte Feuerwerk ist im Wesentlichen eine kontrollierte Miniaturexplosion, und wenn etwas schiefgeht, können die Auswirkungen katastrophal sein.
Um die Sicherheit von Pyrotechnikern und der Öffentlichkeit bei Feuerwerksvorführungen zu gewährleisten, hat die Arbeitsschutzbehörde (OSHA) strenge Richtlinien, die befolgt werden müssen. Dazu gehören die Einholung einer Genehmigung für den Standort, keine offenen Flammen im Umkreis von 50 Fuß um den Standort und eine anschließende gründliche Durchsuchung des Gebiets, um zu verhindern, dass nicht explodierte Granaten der Öffentlichkeit Schaden zufügen. Die Vorschriften zeigen, wie viel Vorbereitung und Sorgfalt bei der Planung solcher Veranstaltungen erforderlich sind, wobei fundierte Kenntnisse der chemischen Zusammensetzung, Wetterbewusstsein und Sicherheit der Menschenmenge erforderlich sind – und nicht einfach nur ein hübsches Feuerwerk zu zünden und das Spektakel zu genießen.
Gefahren durch Feuerwerksrauch und -rückstände
Neben der Explosionsgefahr birgt die Arbeit mit Feuerwerkskörpern auch den Kontakt mit Chemikalien, die gesundheitsschädlich sind. Feuerwerkskörper sind an intensiven chemischen Reaktionen beteiligt, und obwohl sie mit einem attraktiven Schwung am Himmel zu verschwinden scheinen, hinterlassen sie Dämpfe und Rückstände, die giftig sein können.
Die American Lung Association warnt davor, dass Feuerwerkskörper zahlreiche gefährliche Gase produzieren, darunter Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid, und wenn Feuerwerkstechniker diese regelmäßig einatmen, können sie Reizungen und aufflammende Erkrankungen wie Asthma verursachen. Sie geben außerdem an, dass die Luftverschmutzung am Unabhängigkeitstag um mehr als 40 % zunimmt, was bedeutet, dass der Anstieg gefährlicher Gase nicht auf die unmittelbare Umgebung des Displays beschränkt ist.
Die wunderschönen Farben des Feuerwerks werden durch Metallverbindungen erzeugt, von denen einige bei der Explosion giftige Partikel hinterlassen können. Diese Partikel sind klein genug, um eingeatmet zu werden und in den Körper zu gelangen. Eine langfristige Exposition gegenüber Partikeln wird mit schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wie Asthma und Lungenkrebs in Verbindung gebracht. Wenn die Pyrotechniker lange nach Ende der Vorführung noch vor Ort sind, um die Aufräumarbeiten durchzuführen, verbringen die Pyrotechniker mehr Zeit in den Bereichen, in denen sich möglicherweise noch Partikel befinden, was die Gefahr einer Inhalation erhöht.
Wetter und Lärm erhöhen das Risiko
Lagerung, Transport und Handhabung von Feuerwerkskörpern und dazugehöriger Ausrüstung können weitere Gefahren mit sich bringen, die Pyrotechniker berücksichtigen müssen. Sie sind dafür verantwortlich, diese gefährlichen Gegenstände zum Veranstaltungsort zu transportieren, was bedeutet, dass sie von offenen Flammen und möglichen Funken ferngehalten werden müssen. Vor Ort müssen sie das Wetter beurteilen, da Regen, Wind und extreme Hitze Probleme bereiten und die Sicherheit der Ausstellung beeinträchtigen können. Auch das Einrichten des Displays selbst kann eine sehr körperliche Arbeit sein, und das anschließende Aufräumen kann ein ermüdender Prozess sein.
Eine weitere Gefahr für Pyrotechniker ist der Lärmpegel. Die Explosionen von Feuerwerkskörpern liegen im oberen Bereich des typischen Dezibelbereichs, wobei professionelle Feuerwerkskörper bis zu 170 Dezibel erreichen – zum Vergleich: Der Dezibelpegel eines Düsenflugzeugs liegt zwischen 120 und 140 Dezibel. Wenn man bedenkt, dass das National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) die Verwendung von Gehörschutz über 85 Dezibel empfiehlt und 130 Dezibel als „schmerzhaft und gefährlich“ gelten, besteht kein Zweifel daran, dass selbst eine kurzfristige Exposition gegenüber Feuerwerkskörpern eine schlechte Nachricht für Ihr Gehör sein kann. Da sich Feuerwerkstechniker in der Nähe des Lärms befinden und ihm regelmäßig ausgesetzt sind, sind langfristige Hörprobleme wie Tinnitus und Hörverlust möglich.
Während die Explosionsgefahr für Pyrotechniker eine offensichtliche Gefahr darstellt, ist die Liste potenzieller Probleme viel länger, als es zunächst scheinen mag. Zwischen der Belastung durch unglaublichen Lärm, giftigen Partikeln und der körperlichen Arbeit gibt es viel zu bedenken, abgesehen davon, wie viel Spaß es machen würde, ein Feuerwerk zu zünden und zu beobachten, wie es in hübsche Farben am Himmel explodiert.