Großbrand bei Zenzing

Scheune und Wohnhaus zerstört


Großbrand in Zenzing: Scheune (vorne) und Wohnhaus (dahinter) werden komplett zerstört.

Großbrand in Zenzing: Scheune (vorne) und Wohnhaus (dahinter) werden komplett zerstört.

Ein Großfeuer hat am frühen Donnerstagabend eine Scheune und ein angrenzendes Wohnhaus in Zenzing nahe Roding komplett zerstört. Die Polizei beziffert den Schaden auf rund eine Million Euro.

Die höchste Alarmierungsstufe um 16.39 Uhr lässt nichts Gutes erahnen. Tatsächlich stehen das 20 Jahre alte Wohnhaus und die Scheune daneben bereits im Vollbrand, wie Einsatzleiter Thorsten Kreis von der FFW Mitterdorf schildert. Mehr als 20 Feuerwehren mit rund 230 Frauen und Männern aus den Landkreisen Cham und Schwandorf rücken an, die Drehleitern Roding und Cham kommen, eine dritte ist in Bereitschaft. Eine Drohne der FFW Blaibach stellt die Beobachtung aus der Luft sicher.

Die Wasserversorgung erfolgt mittels zweier langer Leitungen vom Regenfluss herauf, drei führen zu einem nahen Weiher, und zwei Hydranten sind angeschlossen. Zudem rollen Traktoren mit Güllewagen voller Wasser an, um zum Teil auch die Felder einzuwässern, damit der Funkenflug keinen weiteren Brand entfacht.

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Die Brandbekämpfung aus der Luft erfolgt über zwei Drehleitern.

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In der Scheune verenden einige Kälbchen.

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Von allen Seiten bekämpfen die Feuerwehrleute die Flammen.

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Dort, wo keine Photovoltaikanlage das Dach bedeckt, ist die Brandbekämpfung einfacher und effektiver.

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Wasser wird vom Regenfluss heraufbefördert.

Eine gegenüberliegende Stallung, in welcher das Vieh untergebracht ist, kann gehalten werden. Es wird bespritzt und mittels eines Ventilators belüftet. In der Scheune neben dem Haus verenden allerdings Kälbchen.

Zwei Atemschutztrupps durchsuchen das Wohnhaus nach Personen, es befindet sich aber niemand mehr darin. Das Feuer wird ausschließlich mittels Außenangriff bekämpft, denn ein Dachbalken ist bereits durchgebrannt und macht es zu gefährlich, im Inneren gegen die Flammen vorzugehen.

Vier Feuerwehrleute erleiden leichte Verletzungen, drei wegen Erschöpfung angesichts der hohen Hitze, einer braucht eine Wundversorgung, wie Dominik Lommer vom BRK Auskunft erteilt. Zwei Rettungswagen, ein Krankenwagen und ein Notarzt sind vor Ort, sie werden später von der Unterstützungsgruppe Wald abgelöst.

Unter der großflächigen Photovoltaikanlage flammt das Feuer immer wieder auf. Denn man erreicht dort das Dach nicht direkt. Unterdessen breitet ein Traktor unten qualmendes Heu und Stroh aus, das eingewässert wird, um eine neuerliche Entzündung zu verhindern.