Bayern

An den Isarauen wird gefällt: Ein Pilz ist schuld

Rund zehn Prozent der Bäume an der Isar müssen zurück- oder abgeschnitten werden.


Gefällte Bäume an der Brudermühlbrücke.

Gefällte Bäume an der Brudermühlbrücke.

Von Sophie Anfang

Wer an der Isar spazieren geht, sieht derzeit viele Baumstümpfe und aufgestapelte Baumstämme. Das Baureferat fällt.

Aber warum? Viele Bäume sehen dem Anschein nach gesund aus. Auf AZ-Anfrage erklärt das Baureferat, dass die Fällungen Teil der routinemäßigen Baumpflege an der Isar sind.

Der Baumbestand werde begutachtet und diejenigen Bäume gefällt oder zurückgeschnitten, die nicht mehr standfest sind. Das ist bei zehn Prozent der 30 000 Bäume in den Isaranlagen der Fall. Ein Grund ist das Eschentriebsterben. Der Pilz befällt Eschen zunächst in der Krone und wandert dann in Richtung Wurzel. Der Baum wird dadurch instabil und muss deswegen gefällt werden, so das Baureferat.

Die Fällungen hätten auch Vorteile für die Diversität des Baumbestands, so das Referat: "So bekommen junge und gesunde Bäume mehr Licht und können sich besser entwickeln." Perspektivisch werden dann mehr unterschiedliche Arten an der Isar wachsen. Was den Wald robuster und weniger schädlingsanfällig macht.