Landkreis Landshut

Engpässe bei Mittagsbetreuung an Grundschulen: Einschnitte zum neuen Schuljahr?


Symbolfoto: Felix Kästle/dpa

Symbolfoto: Felix Kästle/dpa

Von sig/ku

Wie es in einem Elternbrief heißt, soll deshalb zum Schuljahr 2015/16 "das Gruppenangebot und die Anmeldestruktur an allen Landshuter Grundschulen" einheitlich geregelt werden. Dieser Brief, der an Eltern von Kindern der Grundschulen Berg, Carl Orff, Karl Heiß, Konradin Auloh und St. Wolfgang gegangen ist, sorgt jetzt für Wirbel. Denn die "einheitliche Regelung" würde vor allem eines bedeuten: Einschnitte beim Angebot. Das Konzept der Verwaltung sieht beispielsweise vor, dass man Kinder künftig nur noch volle fünf Tage für die Mittags- beziehungsweise Hausaufgabenbetreuung anmelden kann. Bisher konnte man tageweise buchen - was beispielsweise gerade für teilzeitarbeitende Eltern durchaus sinnvoll ist.

Diese Unterteilung sei aber "aus organisatorischen und personellen Gründen nicht mehr zu bewerkstelligen", heißt es in dem Brief der Stadt. Auf LZ-Anfrage sagte der Leiter der Abteilung Soziales, Jugend und Schule, Hans Schober, dass durch die bisherige Regelung an manchen Tagen zehn Kinder in einer Gruppe waren, am nächsten Tag aber 20, was die Personalplanung erschwert habe. Laut den Plänen des Schulverwaltungsamts soll für das neue Schuljahr zudem das Essensangebot eingeschränkt werden: So sollen die Kinder, die nur bis 14 Uhr in der Betreuung bleiben, künftig kein Mittagessen mehr bekommen. Auch das wird mit einem "hohen organisatorischen und personellen Aufwand" begründet.

"Es ist die räumliche Situation, die uns derzeit am meisten zu schaffen macht", sagte Maria Philbert-Koegst, stellvertretende Leiterin des Schulverwaltungsamts, gegenüber der LZ. Sie betonte, dass man bei allen Schulen die Grenzen der Auslastung erreicht habe und sich bewusst sei, dass "das Bauliche notwendig sein wird". Kurzfristig müsse man sich jetzt aber mit der einheitlichen Regelung behelfen.