Plattling

Von wegen Alibifläche: Lavendel-Kreisverkehr ist ein Bienenparadies


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"Auf die Anfrage der Stadträtin Sabine Bernauer (CSU) noch weitere, kleinere Wildblumenwiesen zu pflanzen, antwortete Bürgermeister Schmid, dass die Bepflanzung von Kreisverkehren reine Alibiflächen wären, weil kein Insekt diese anfliegen würde." So berichtete der Plattlinger Anzeiger am 24. Mai über eine Sitzung des Bauausschusses der Stadt. Nun - auch ein Bürgermeister kann einmal irren. Dass Bienen sehr wohl auch Kreisverkehre nutzen, wenn das Angebot stimmt, lässt sich aktuell beim Kreisverkehr in der Casinokurve gut beobachten. Nur: Man muss schon genau hinsehen, denn auf den ersten Blick scheint sich nichts zu tun. Doch angelockt von einem Schmetterling, einem Kohlweißling, der mit seinem Weiß für einen schönen Farbtupfer im "Lavendel-Kreisverkehr" sorgte, machte der Plattlinger Anzeiger die Probe aufs Exempel und entdeckte eine Vielzahl von Bienen, die gerade die Lavendelblüten anflogen. Alibi hin oder her: Zur Umsetzung naturnaher städtischer Blühflächen gibt es aber auch andere großflächige Projekte. So wird, wie der stellvertretende Amtsleiter der technischen Bauabteilung, Markus Altmann, erklärte, vom Bauhof nur noch zweimal jährlich gemäht. Auch würde das Schnittgut nun abtransportiert, da es nicht mehr liegen bleiben dürfe. Insgesamt sollen die Blühwiesen über die gesamte Stadt verteilt werden. Derzeit beispielsweise in der Scheibler Straße, der Bachwiese in Pielweichs und der Georg-Eckl-Straße. Des Weiteren werde auf den Streuobstwiesen zwischengesät. Man wolle abwarten, was der Landschaftspflegeverband für Vorschläge vorbringt. Eventuell müsse der Bauhof auch neue Geräte anschaffen, da ein Balkenmäher noch fehlt.

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