Vor 75 Jahren endete die Nazi-Diktatur

"Der Leichengeruch lag über der ganzen Stadt"

Die Todesmärsche als letzter Beweis für die Menschenverachtung der Nationalsozialisten


Im Juni 1945 befiehlt die amerikanische Militärregierung die Exhumierung der mehr als 80 rund um Vilsbiburg ermordeten KZ-Häftlinge.

Im Juni 1945 befiehlt die amerikanische Militärregierung die Exhumierung der mehr als 80 rund um Vilsbiburg ermordeten KZ-Häftlinge.

Genau 75 Jahre sind seither vergangen. Der 19-jährige Mann aus dem polnischen Zarki ist in Seyboldsdorf angekommen und sieht sich vor eine überlebenswichtige Entscheidung gestellt. Noch heute mutet diese an wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Henry Neugebauer, der mit einer Kolonne Leidensgenossen von Buchenwald bei Weimar über Flossenbürg gebracht wurde, schildert das in seinen Erinnerungen so: "Ich dachte bei mir, dass ich keinen Schritt weiter gehen könne, dass ich keine Kraft mehr hatte. Ich konnte mich nicht mehr auf den Füßen halten. Ich wusste, dass sie mich ohnehin erschießen würden, da ich nicht mehr gehen konnte. Das gleiche Risiko bestand, wenn ich versuchen würde, mich zu verstecken."

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